Der Befürworter von Bitcoin Cash, Roger Ver, schürte ein wenig Kontroverse, indem er sagte, dass der jüngste Anstieg von verpackter Bitcoin auf Ethereum ein Beweis dafür sei, dass das Lightning Network (LN) als Skalierungslösung ein Totalversagen gewesen sei.

Mittlerweile gibt es fast 1,3 Milliarden Dollar in Bitcoin, die für die Verwendung im Ethereum-Netzwerk in Tokens umgewandelt wurden.

Laut BTConEthereum gibt es derzeit über 118.000 Bitcoins im Wert von etwa 1,3 Milliarden Dollar, die im Ethereum-Netzwerk in Tokens umgewandelt wurden. Der Großteil davon, fast eine Milliarde Dollar wert, ist in Form von verpackten Bitcoins (wBTC).

Die Grafik ist in den letzten zwei Monaten parabolisch verlaufen, da sich fast täglich neue Möglichkeiten für den Anbau von DeFi-Erträgen ergeben haben.

Im Vergleich dazu hat die primäre Skalierungslösung von Bitcoin, das Lightning Network, nicht die gleiche Verbreitung erfahren. Einem kürzlich erschienenen Twitter-Post von Roger Ver zufolge hat das Lightning Network fast 100 Mal weniger BTC im Einsatz:

Wie erwartet, löste der Beitrag heftige Reaktionen von Bitcoin-Maximalisten, Ethereum-Evangelisten und Altmünzliebhabern aus, die rivalisierende Blockketten ankündigten. Es gab nur sehr wenige, die Ver tatsächlich zustimmten, und das könnte daran liegen, dass es kein sehr guter Vergleich ist.

Der sprunghafte Anstieg der verpackten Bitcoin in diesem Jahr wurde in erster Linie durch den DeFi-Ertragsanbau vorangetrieben, der sehr wenig mit der Skalierung der Anlage zu tun hat.

BTC-Inhaber, die Zugang zu Liquidity Mining und anderen DeFi-Funktionen erhalten möchten, ohne ihre Bitcoin-Beutel zu verkaufen, können den Vermögenswert tokenisieren, und das wBTC bietet dafür eine einfache Methode.

Das Lightning Network wurde entwickelt, um Mikrozahlungen in Bitcoin zwischen Parteien zu erleichtern, die dafür eigene Kanäle geschaffen haben. Das funktioniert gut, aber die Tatsache, dass es viel weniger Teilnehmer gibt, die BTC auf LN nutzen, bedeutet nicht, dass es gescheitert ist. Im Gegenteil, dies deutet darauf hin, dass mehr Menschen das Vermögen besitzen oder es in DeFi reinvestieren, anstatt es für Zahlungen zu verwenden.

Einige Befragte kommentierten amüsant, dass es auf Ethereum kein Bitcoin-Bargeld in Tokens gibt, was darauf hindeutet, dass die BCH ein totaler Misserfolg gewesen sei.

Andere wiesen darauf hin, dass weder BTC noch BCH aufgrund der massiven Preisvolatilität noch für Zahlungen geeignet sind. BCH zum Beispiel wurde am vergangenen Wochenende von Chainlink in den Markt-Cap-Charts umgedreht und nahm mit einem Zuwachs von 6% den fünften Platz ein.

Der Vergleich, ob gerechtfertigt oder nicht, beweist, dass der Krypto-Tribalismus noch immer lebendig ist.